Ich bin Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker, Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Seit 1992 arbeite ich in eigener Praxis in Bonn. Daneben bin ich Lehrtherapeut, Supervisor, Dozent, Autor, Filmemacher, Programmierer, Erfinder und Verleger. Mein Lebensweg umfasst mehrere Studiengänge, Journalismus, Rettungsdienst, Filmproduktion, ethnopsychoanalytische Forschung, Softwareentwicklung, praktische Bauprojekte und Berufspolitik. Bei einem standardisierten Intelligenztest wurde ein IQ von 150 festgestellt. Ich bin damit testpsychologisch nachgewiesen höchstbegabt und verfüge über ausgeprägte Begabungen in unterschiedlichen Bereichen. Ich bin Mitglied von Mensa, DPV, IPA und der IG Eifel. Die Höchstbegabung ist ein Teil meiner Biografie; ebenso wichtig ist mir die Bereitschaft, mich in neue Gebiete einzuarbeiten und eigene Ideen praktisch umzusetzen.

Frühe Interessen und Informatik

John Hustons Film „Freud“ beeindruckte mich im Alter von etwa zwölf oder dreizehn Jahren nachhaltig. Fast gleichzeitig entwickelte sich meine Beschäftigung mit Computern. Mit vierzehn begann ich am Schulcomputer zu programmieren. 1974, im Alter von sechzehn Jahren, arbeitete ich am Institut für Nuklearmedizin der Universität Bonn an einem frühen Projekt zur computergestützten Radioszintigrafie mit. In den folgenden Jahrzehnten programmierte ich unterschiedliche Anwendungen. Seit der ersten FileMaker-Generation entwickle ich eigene Datenbanklösungen. Heute beschäftige ich mich auch mit der Entwicklung und Integration KI-gestützter Anwendungen. Mich interessieren dabei nicht nur technische Möglichkeiten, sondern ebenso ihre Auswirkungen auf Menschen, Selbstbestimmung und Datenschutz.

Journalismus, Studium und Film

Meine journalistische Arbeit begann ich als Lokalreporter beim Bonner General-Anzeiger. Den Zivildienst absolvierte ich im Rettungsdienst und arbeitete dort auch während meiner Studienzeit mehrere Jahre. Ich studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften, anschließend Sozialwesen und Psychologie. Die beiden letztgenannten Studiengänge schloss ich mit dem Diplom ab; als Sozialarbeiter war ich ein Jahr und drei Monate tätig. Beim Westdeutschen Rundfunk arbeitete ich als Hörfunkautor und Reporter, besonders zu Verbraucherrecht und Wirtschaft. Nach einer Zeit als Regieassistent bei Hörspielproduktionen wurde ich Fernsehreporter und wirkte auch an der „Hobbythek“ mit Jean Pütz mit. Später gründete ich Take One Filmproduktion und realisierte als Autor, Regisseur, Kameramann und Produzent zahlreiche Dokumentarfilme und einen Spielfilm. Zu meinen Arbeiten gehören „Bock auf Hitler – warum Jugendliche rechts denken“, „Neonazis auf der Schulbank“, „Eine Klasse wehrt sich“, „Gefahr von rechts“, „Mit 70 in die Wohngemeinschaft?“, „Der lange Weg zur Couch“, „Der Blick in die Tiefe – Wie heilt die Psychoanalyse?“ sowie Filme mit und über Paul Parin und Otto F. Kernberg.

Psychotherapie und Psychoanalyse

Schon während meines Psychologiestudiums begann ich verschiedene psychotherapeutische Ausbildungen. Dazu gehörten Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Gruppenanalyse, systemische Familientherapie, Gesprächspsychotherapie, Katathymes Bilderleben und intensive psychodynamische Kurzzeittherapie nach Davanloo. Ich beschäftigte mich außerdem mit existenzieller Psychotherapie und arbeitete im Rahmen meiner Weiterbildung mit Irvin Yalom. 1992 eröffnete ich meine Praxis in Bonn. Ich bin approbierter Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Mitglied der DPV und der IPA. Neben der Behandlung von Erwachsenen, Kindern, Jugendlichen und Gruppen bin ich seit vielen Jahren Lehrtherapeut, Dozent und Supervisor.

Ethnopsychoanalytische Forschung in Ladakh und Malana

In Ladakh im indischen Himalaya untersuchte ich traditionelle Lebensformen, die zum Zeitpunkt meiner Forschung weitgehend ohne Strom, fließendes Wasser im Haus, Telefon und Internet auskamen. Im Mittelpunkt standen das Zusammenleben, die gegenseitige Unterstützung und der Zusammenhalt der Gemeinschaft.

Aus meinen Beobachtungen entwickelte sich die Beschäftigung mit dem Gruppenbewusstsein: dem Erleben, bei dem die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft das Selbstverständnis und Handeln des Einzelnen wesentlich prägt. Daraus entstand unter anderem der Film Kultureller Wandel in Ladakh – eine ethnopsychoanalytische Betrachtung.

Später beschäftigte ich mich mit Malana im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Das Dorf ist für seine traditionelle Selbstverwaltung bekannt und wird häufig als eine der ältesten fortbestehenden Demokratien bezeichnet. Mich interessierten das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft, überlieferte Regeln und kollektive Entscheidungsfindung.

Technik, Erfindungen und praktische Projekte

Ich beschäftige mich neben der Softwareentwicklung mit technischen Erfindungen und praktischen Problemlösungen und bin Mitglied der IG Eifel, eines Erfinderclubs. Ein Beispiel für meine Neigung, Dinge selbst zu entwerfen und umzusetzen, ist mein Wohn- und Praxisgebäude. Ich plante es mit einer 3D-Architektursoftware weitgehend selbst und übernahm erhebliche Teile der Bauarbeiten, unter anderem an Fundament, Holzkonstruktionen, technischen Installationen, Innenausbau und Gartengestaltung. Für andere Arbeiten beauftragte ich Fachunternehmen. Mich reizt an solchen Projekten, mich in neue Gebiete einzuarbeiten und eine eigene Vorstellung praktisch zu verwirklichen.

Gesundheitspolitik und Datenschutz

Seit 2016 engagiere ich mich verstärkt in der Gesundheitspolitik und im Datenschutz. 2019 gründete ich das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW), dessen Vorsitzender ich bin. Besonders wichtig sind mir die Sicherung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung, der Direktzugang der Patienten, angemessene Rahmenbedingungen für Psychotherapeuten und der Schutz vertraulicher Gesundheitsdaten. Dabei beschäftige ich mich intensiv mit Gesetzesvorhaben, Selbstverwaltung und den tatsächlichen Folgen politischer Entscheidungen für die Patientenversorgung.

Bücher und Unbehagen Verlag

Ich schreibe seit vielen Jahren Fachbücher und Sachbücher. Zu meinen Veröffentlichungen gehören „Was wir wirklich brauchen – Erfahrungen eines Psychoanalytikers“, „Der Antrag auf psychodynamische Psychotherapie“, „Wie gründe und organisiere ich eine psychotherapeutische Praxis?“, „The Missing Manual“, „Gesundheitsdaten online“, „Telematik: anschließen lassen ja oder nein“, „Wertewandel – Warum wir ihn jetzt brauchen“ und „Evolutionäre Psychoanalyse“. Neben der Psychoanalyse beschäftigen mich Philosophie, Evolutionspsychologie und gesellschaftliche Fragen. Besonders beeinflusst haben mich Arno Gruen, Peter Bieri, Jean-Paul Sartre und Friedrich Nietzsche. 2026 gründete ich den Unbehagen Verlag. Dort möchte ich Bücher veröffentlichen, die gewohnte Vorstellungen hinterfragen, Widersprüche sichtbar machen und ihre Leser zum eigenständigen Denken anregen.

Haltung und verbindendes Interesse

Was meine unterschiedlichen Tätigkeiten verbindet, ist der Wunsch, menschliches Verhalten und gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, Widersprüche zu erkennen und eigene Überzeugungen kritisch zu prüfen. Ich habe mich nie auf ein einziges Fachgebiet beschränken wollen. Meine Maxime lautet: „Die Wahrheit, auch wenn sie unbequem ist. An ihr kommt keiner vorbei.“